Aktuell 02
Zeitungsartikel in der Badische Zeitung von Autor Erich Krieger
„Malen wie die Meister“
BZ-SERIE: Angelika Khan-Leonhard und ihr Sohn Daniel betreiben in Schluchsee eine Kunstschule mit Renommee.
Angelika Khan Leonhard
Drei Generationen mit Farbe im Blut: Angelika Khan-Leonhard mit ihrem Sohn Daniel und dem kunstbegeisterten Enkel Arne. Foto: Erich Krieger
SCHLUCHSEE. Kunst ist auch Handwerk – und Handwerk lässt sich erlernen. Angelika Khan-Leonhard und ihr Sohn Daniel Khan-Leonhard betreiben in Schluchsee eine Kunstschule. Doch hier lernen keine Erstklässler ihre ersten Schritte an der Staffelei, bei den Workshops geben sich fortgeschrittene Privatmaler, wissbegierige Kunstlehrer und Profis die Klinke in die Hand. Farbe scheint bei den Khan-Leonhards im Blut zu liegen – die nächste Generation zeigt bereits ihr Interesse und Talent.

"Das ist doch schon ganz große Klasse". Angelika Khan-Leonhard legt auf dem Boden ihres geräumigen Seminarateliers ein Passepartout über das von einer ihrer Kursabsolventinnen geschaffene Bild. "Jetzt fehlt noch Rot". Sagt’s und demonstriert, wie man mit einer seltsamen Vorrichtung aus metallenem Blasrohr mit Düse effektvoll einen roten Aquarellfarbnebel auf Farbflächen und Motive aus Acryl- und Lackfarben setzt.

Seit 25 Jahren steht die moderne Künstlerin in der ersten Reihe, wenn es um kreative und handwerkliche Weiterentwicklung von malerischen Prozessen geht. In den von ihr und ihrem Sohn Daniel angebotenen Tages- und Wochenkursen im Ortsteil Oberfischbach am Schluchsee geben sich fortgeschrittene Privatmaler, wissbegierige Kunstlehrer und Malprofis die Klinke in die Hand. Hobbymaler finden sich hier nicht. Es werden Kurse angeboten wie "Aquarellmalerei: Wasser in Bewegung" oder "Acryl-Lack-Öl: Street-Art, Linie-Figur neu gesehen". Alles vollzieht sich auf Meisterschülerniveau und viele Kursteilnehmer haben selbst schon große Ausstellungen hinter sich.

Im aktuellen Seminar geht es um Verbindungslinien von Emil Nolde zur zeitgenössischen Kunst. Die Khan-Leonhards verbinden traditionelle Malweisen mit zeitgenössischen Formen. Dabei verwenden sie moderne Druck- und Mikrofotografie-Techniken oder entwickeln, wenn nötig, einfach selbst welche.

"Kunst ist Arbeit und erfordert künstlerische Bildung" Daniel Leonhard

Angelika Khan-Leonhard studierte an der staatlichen Kunsthochschule Karlsruhe und später in Ravenna und Bologna und half schon früh ihrer Großmutter am Bauhaus in Dessau, Konzeptionen für Kunst am Bau zu entwickeln. Auch Sohn Daniel hat zunächst Kunst studiert, aber die dortige handwerkliche Ausbildung als Mangel empfunden und deshalb zusätzlich private Studien etwa bei Franz Ackermann in Karlsruhe und Eberhard Münch in Wiesbaden absolviert. Diese Wertschätzung des gründlichen handwerklichen Fundaments sowie das Schöpfen aus der Tradition von der Renaissance bis zur Moderne sind für beide Fundamente ihres künstlerischen Schaffens und waren sicherlich Beweggründe, ihre private Kunstschule zu etablieren.

Ausdruck findet dieser innere Ansatz auch in der umfangreichen Buchreihe von Angelika Khan-Leonhard unter dem Titel "Malen wie die Meister". Dort betrachtet sie etwa die Schaffensweisen von Klassikern wie Dürer, van Gogh, Macke, Feininger oder Cezanne. In ihren eigenen Werken sind Mutter und Sohn jedoch nicht rückwärtsgewandt, sie produzieren ausschließlich moderne Kunst und dies überwiegend großformatig und ohne jede Scheu vor kraftvoller Kolorierung bis hin zu Neonfarben und Lackoberflächen. "Kunst ist Arbeit und erfordert künstlerische Bildung", sagt Daniel Khan-Leonhard als er einen typischen Tagesverlauf mit Tätigkeiten, wie Entwürfe überlegen, diese skizzieren, Farbzusammenstellungen entwickeln, Grundieren und dann malen, malen, malen schildert. "Hierbei trennt sich die Spreu vom Weizen, denn dies halten nur wenige mental über einen langen Zeitraum durch".

Erst auf diesem Hintergrund könne man einen eigenen Stil entwickeln und überzeugende Standpunkte einnehmen. Und das tun beide. Angelika Khan-Leonhard hat sich in einem ganzen Zyklus unter dem Titel "War" mit den aktuellen Krisenherden auf der Welt auseinandergesetzt, ihr Sohn verarbeitet Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima ebenso wie in einem Bild die Kriegssituation in der Ukraine.



Am Schluchsee entsteht eine kleine Künstlerdynastie. Denn Arne, der kleine Sohn von Daniel sitzt bereits vergnügt zwischen den Kursteilnehmern und verleiht seinem Bild mit einem Schraubenzieher dreidimensionale Strukturen. Etwa 40 Prozent der Arbeit der Khan-Leonhards sind Kurs- und Seminartätigkeit. Dazu gehören auch Kunstreisen, etwa nach Indien. Im überwiegenden Teil malen die Khan-Leonhard selbst und kümmern sich um die Vermarktung. Dazu kommen Konzeptionen für Kunst am Bau, bei Daniel Auftragsporträts, bei denen er Menschen mit zeitgenössischen Umsetzungsformen abbildet statt mit fotografischem Realismus. Den abgelegenen Standort, im Fischbachtal bei Schluchsee, empfinden die beiden "zum Malen wunderbar, für moderne Malerei und deren Marketing denkbar ungünstig".
 
Zeitungsartikel in der Badischen Zeitung
"Visionen" im Todtmooser Rathaus
Künstlerin Gabriele Franz stellt ihre Werke in ihrem Heimatort aus / Ausstellungseröffnung am Sonntag vor zahlreichen Gästen.
Angelika Khan Leonhard
„Visionen“ zeigt die Ausstellung von Bildern der Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz, in die ihre Lehrerin, Angelika Khan-Leonhard (links), einführte Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

TODTMOOS. "Visionen" nennt Gabriele Franz ihre Ausstellung im Rathaus von Todtmoos, die am Sonntag vor zahlreichen Gästen durch Bürgermeisterin Janette Fuchs eröffnet wurde. Ihre Lehrerin, Angelika Khan-Leonhard, die eine Malschule, das Artcollege Schluchsee, betreibt, führte in das Werk der Künstlerin ein. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch drei Ensemblemitglieder der Gruppe Federhut.
"Meine Bilder male ich spontan und intuitiv. Sie sind ein Ausdruck meiner Lebensfreude", verkündet Gabriele Franz in der gedruckten Einladung zur Vernissage. Ihre Bilder seien zugleich Visualisierungen ihrer Naturverbundenheit, heißt es weiter – Visionen von Landschaft. Gabriele Franz begann mit abstrakter Malerei, arbeitete dann über mehrere Jahre hinweg naturalistisch, um nun mit Anglika Khan-Leonhard im zeitgenössischen Stil angekommen zu sein.
 
Was diesen zeitgenössischen Stil ausmacht, erläuterte Khan-Leonhard zunächst grundsätzlich. Ausgehend von zwei Strängen moderner Kunst zeigte sie auf, wie sich beide Stränge in den Bildern von Gabriele Franz nach und nach zu einem ganz eigenen Stil vermischt haben. Auf der einen Seite ist dies der quasi intellektuelle Stil etwa eines Klee oder Mondrian, der zur radikalen Reduktion des Gesehenen führt. Auf der anderen Seite der emotionale, expressive Strang, der die reine Lebensfreude spiegelt.
 
Zudem findet sich in ihren Gemälden als genuin zeitgenössische Komponente die Umsetzung natürlicher Formen in Zeichen. So malt sie beispielsweise Baumstämme, deren Rinde mit geometrischen Strukturen durchsetzt ist, deren Zweige in einer abstrahierenden Formensprache dargestellt wurden und zwischen denen sich rein zeichenhafte Strukturen ausbreiten. Die Ausstellung zeigt eine ganzen Reihe von Studien zu Birken sowie einige Wolkenbildern. Diese identifizierte Angelika Khan-Leonhard als die Arbeiten, die die eigenständige künstlerische Entwicklung von Gabriele Franz am überzeugendsten widerspiegeln. Außerdem zeigt die Ausstellung beispielsweise auch Versuche in Street-Art oder mit architektonischen Motiven, die deutlich den Kubismus als Vorbild erkennen lassen.
Die Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz hat ihre Ausbildung mit einem Fernstudium der Malerei an der Kunstschule Hamburg begonnen, absolvierte dann einen Lehrgang Malerei bei Ulrich Gater und ist seit 2014 Schülerin der Meisterklasse von Angelika und Daniel Khan-Leonhard. Die Ausstellung "Visionen" ist zu sehen im Rathaus in Todtmoos zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum Januar 2017.
 

Zeitungsartikel im Südkurier
Bilder von Gabriele Franz
Die Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz stellt im Rathaus aus. Ihre Bilder zeigen abstrahierte und naturalistische Landschaften.
Angelika Khan Leonhard
Visionen zeigt die Ausstellung von Bildern der Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz, in die ihre Lehrerin, Angelika Khan-Leonhard (links), einführte. Bild: Karin Steinebrunner

Todtmoos (kss) "Visionen" nennt Gabriele Franz ihre Ausstellung im Rathaus Todtmoos, die Bürgermeisterin Janette Fuchs vor zahlreichen Gästen eröffnete. Angelika Khan-Leonhard, die die Malschule Artcollege Schluchsee betreibt, führte in das Werk der Künstlerin ein. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch drei Ensemblemitglieder der Gruppe Federhut.
 
"Meine Bilder male ich spontan und intuitiv. Sie sind ein Ausdruck meiner Lebensfreude", verkündet Gabriele Franz in der gedruckten Einladung zur Vernissage. Ihre Bilder seien zugleich Visualisierungen ihrer Naturverbundenheit, heißt es weiter, und Visionen von Landschaft. Gabriele Franz begann mit abstrakter Malerei, arbeitete dann über mehrere Jahre hinweg naturalistisch, um nun mit Anglika Khan-Leonhard im zeitgenössischen Stil angekommen zu sein.
Was diesen zeitgenössischen Stil ausmacht, erläuterte Khan-Leonhard. Ausgehend von zwei Strängen moderner Kunst zeigte auf, wie sich beide Stränge in den Bildern von Gabriele Franz nach und nach zu einem ganz eigenen Stil vermischt haben. Die zwei Stränge sind der quasi intellektuelle, etwa eines Paul Klee oder Piet Mondrian, der zur radikalen Reduktion des Gesehenen führt, und im Gegenzug der emotionale, expressive Strang, der die reine Lebensfreude spiegelt. Zudem findet sich in ihren Gemälden als zeitgenössische Komponente die Umsetzung natürlicher Formen in Zeichen. So malt sie beispielsweise Baumstämme, deren Rinde mit geometrischen Strukturen durchsetzt ist, deren Zweige in einer abstrahierenden Formensprache dargestellt wurden und zwischen denen sich zeichenhafte Strukturen ausbreiten.
Eine ganze Reihe von Studien zu Birken sowie einige Wolkenbilder, die Angelika Khan-Leonhard als die Arbeiten identifizierte spiegeln die eigenständige künstlerische Entwicklung von Gabriele Franz am überzeugendsten wider. Daneben zeigt die Ausstellung beispielsweise auch Versuche in Street-Art oder mit architektonischen Motiven, die deutlich den Kubismus als Vorbild erkennen lassen.
 
Zur Person
Die Künstlerin Gabriele Franzaus Todtmoos begann ihre Ausbildung mit einem Fernstudium der Malerei an der Kunstschule Hamburg. Sie absolvierte dann einen Lehrgang Malerei bei Ulrich Gater und ist seit 2014 Schülerin der Meisterklasse von Angelika und Daniel Khan-Leonhard. Die Ausstellung Visionen ist zu sehen im Rathaus in Todtmoos zu den üblichen Öffnungszeiten bis Januar 2017.
 
 

Zeitungsartikel in der Badische Zeitung
„Gegen Normen und Kategorien “
Künstler Georg Baselitz erfindet sein Werk immer wieder neu / Noch bis 7. August sind Bilder von ihm im Kurhaus in Hinterzarten zu sehen.

50 grafische Werke von Georg Baselitz lockten bei der Ausstellungseröffnung viele Kunstfreunde ins Kurhaus Hinterzarten.
Angelika Khan Leonhard

Foto: Dieter Maurer / Badische Zeitung vom 25.06.2016

Zu den interessiertesten Besuchern der Ausstellung im Kurhaus gehörte die Künstlerin Angelika Khan-Leonhard aus Schluchsee, hier gemeinsam mit Bürgermeister Klaus-Michael Tatsch.
 
Zeitungsartikel in der Badische Zeitung von Autor Ute Aschendorf
„Abstrakte Malereien schmücken den Kultursaal “
Angelika Khan Leonhard
Mit abstrakten Malereien hat Künstlerin Angelika Khan-Leonhard aus dem kleinen Kursaal einen Kultursaal gemacht. Foto: Ute Aschendorf
SCHLUCHSEE. Bereits im vergangenen März ist die neue Mediathek im Rathaus der Seegemeinde eröffnet worden. Im Rahmen des umfangreichen Umbaus von Rat- und Kurhaus, ist auch der ehemalige kleine Kursaal saniert und zu einem "Kultursaal" aufgewertet worden.

Der rund 200 Quadratmeter große Saal kann durch Falttüren in drei kleinere Räume unterteilt werden und besticht mit seiner Innenarchitektur durch zeitgemäße Schlichtheit. Helles Holz und weiße Wände schaffen eine offene und freundliche Atmosphäre.Aber erst die Malereien der heimischen Künstlerin Angelika Khan-Leonhard verleihen den Räume ein besonderes Flair. Die abstrakten Landschaftsimpressionen, der im Ortsteil Fischbach beheimateten Künstlerin, bringen Farbe und Leben in den Saal.

Man habe Landschaftsbilder für den Saal haben wollen, erzählt Bürgermeister Jürgen Kaiser. Doch angesichts der herrlichen Landschaft ringsherum sollten es keine Fotografien, sondern etwas Besonderes sein. Da sei es naheliegend gewesen, eine ortsansässige Künstlerin mit Bezug zur Heimat anzusprechen. Drei Gemeinderäte bildeten einen Kunstausschuss und trafen gemeinsam mit Khan-Leonhard eine passende Vorauswahl. So kam es, dass nun vier "Waldimpressionen" und "Impressionen am Wasser" großformatig den Kultursaal schmücken. Die Malerin Angelika Khan-Leonhard, die sonst auf internationalem Parkett agiert, freute sich über die Anfrage ihrer Heimatgemeinde und die Möglichkeit, so zur Gestaltung des repräsentativen Saals beitragen zu können. Der modernen Kunst einen Platz einzuräumen hält sie für eine innovative Entscheidung, mit der die Gemeinde Mut und Aufgeschlossenheit gezeigt habe. Die Vielfalt der Natur inspiriert sie immer wieder zu neuen Bildern, die Wald und Wasser zum Thema haben. Die Formen- und Farbenpracht steht dem Kultursaal gut.
 
Zeitungsartikel im Südkurier von Gerold Bächle:
„Das ist das Paradies“
Auf einen Kaffee mit Angelika Khan-Leonhard, Brigitte und Günter Leber. In Indien holten sich die Künstler aus Löffingen und Schluchsee auf einer Kunstreise neue Impressionen. 
Im Januar haben sie eine Malstudienreise nach Goa in Indien unternommen. Mit welchen Eindrücken kamen Sie wieder zurück?

Angelika Khan-Leonhard:
Da ich schon mehrfach in Goa in Indien war, kannte ich diese einmalige Mischung „Indo-Portugal“. Goa war bis 1961 unter portugiesischer Herrschaft, der Einfluss spiegelt sich bis heute in der Architektur, Kultur aber auch den Menschen wieder. Über den Tourismusmanager der Regierung haben wir auf einem wunderbaren Fleckchen Erde inspirierende Tage verbringen dürfen.
Brigitte Leber: Für mich war diese Reise ein inspirierender Ort – ein Hauptgewinn für meine malerische Zukunft. Angelika Khan-Leonhard hat uns nicht nur die Augen für die Natur mit den besonderen malerischen Eindrücken von Licht und Schatten geöffnet, sondern noch ganz neue Maltechniken gelehrt. Doch nicht nur für meine Kunst, auch für mein Leben war diese Reise einfach nur bereichernd, diese Freundlichkeit der Menschen hat mich begeistert. Es war ein intensives Erlebnis für alle.
Günter Leber: Es waren einmalige Eindrücke, wir sind als Fremde gekommen und als Freunde gegangen. Die Personen, die wir dort getroffen haben, sind uns ans Herz gewachsen, wir werden sie ganz bestimmt wieder treffen. Ich hatte das Glück mit einem Einheimischen als Beifahrer eines kleinen Motorrads auf Entdeckungstour zu gehen. Eindrücke, die sich bei mir fest eingebrannt haben. Doch auch in meinen künstlerisch, fotografischen Erfahrungen hat sich durch die Reise vieles geändert.

Wie kamen Sie auf die Idee einen Workshop auf Goa anzubieten?

Angelika Khan-Leonhard: Als Leiterin der Kunstschule liegt es mir am Herzen, den Meisterschülern besondere, andersartige Motive anzubieten. Diese wunderbare Natur, verbunden mit dem Fremdartigen, Asiatischen ist in Goa gegeben. Dieser kleine indische Bundesstaat ist ein idealer Platz, man kann sagen: das ist das Paradies.

Wie fanden Sie den Weg zur Kunst?

Angelika Khan-Leonhard: Ich bin schon als Künstlerin geboren. Ich studierte an der Staatlichen Kunsthochschule Karlsruhe (Zweigstelle Freiburg), später in Ravenna und Bologna. Nach der erfolgreichen Arbeit Kunst am Bau, legte ich das Schwergewicht auf die bildnerische Gestaltung und parallel begann ich mit meiner Lehrtätigkeit. Seit über 25 Jahren führe ich mit meinem Sohn Daniel die Kunstschule Artcollege in Schluchsee-Fischbach. Hier ist mein Paradies auf Erden.
Brigitte Leber: Schon als Kind und Jugendliche habe ich gerne gemalt und gezeichnet. Während des Studiums für Deutsch und Englisch habe ich mich immer mit bildender Kunst beschäftigt. Als Pädagogin habe ich Kunst am Bau mit meinen Schülern gestaltet. Nach Beendigung meiner Lehrtätigkeit legte ich mein Hauptinteresse auf die bildende Kunst. In Spezialseminaren konnte ich Techniken in der zeitgenössischen Malerei studieren.
Günter Leber: Als Jugendlicher hatte ich einen Fotoapparat, mit dem ich ständig unterwegs war. Doch es war eher ein Knipsen als Fotografieren. Nach der Pensionierung entdeckte ich die Makrofotografie, die ganz neue Welten entstehen ließ.

Wie ist Ihr Fazit nach dem 16-tägigen Malevent?

Angelika Kahn-Leonhard: Ich bin wahnsinnig stolz auf alle künstlerischen Resultate und bin überzeugt, dass keiner der acht Teilnehmer diese Reise je vergessen wird. Es sind gigantische Werke entstanden. Diese Meisterschüler können auf internationalem Spitzenniveau mithalten.
Brigitte Leber: Ohne diese Reise hätte ich meine neuen Bilder nicht so malen können. Diese Eindrücke von Licht, Wärme, Sonne, Meer, aber auch der Duft oder die Schärfe des Essens haben alle Sinne beflügelt. Völlig neue Impulse habe ich nun umgesetzt. Neue Techniken, neue Eindrücke werde ich mit Begeisterung umsetzen.
Günter Leber: Erst habe ich nur zugehört, wie Angelika ihren Meisterschülern die Natur in einem völlig neuen Blickwinkel erklärt hat, um vor allem das extreme Sonnenlicht und die Schattenwürfe einzubeziehen. Diese wollt ich auch ausprobieren. Mein Ziel war dann, den neuen Blick auf die Dinge künstlerisch umzusetzen. Ganz neue, fotografische Welten sind entstanden.

Zur Person
Brigitte Leber: Die ehemalige Löffinger Realschullehrerin lebt und arbeitet heute in Löffingen und Konstanz. Von 2008 bis zum Donnerstagabend war sie Vorsitzende des Kunstvereins Löffingen. Seit ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst widmet sie sich voll ihrer Malerei.
Günter Leber: Auch Ehemann Günter Leber fand nach der Pensionierung – er war Rektor und Mitinitiator der Löffinger Realschule – wieder den Weg zurück zur Fotografie. In zahlreichen Ausstellungen sind die Werke der beiden Künstler zu bewundern.
Angelika Khan-Leonhard: Angelika Khan-Leonhard aus Schluchsee-Fischbach ist Künstlerin, Autorin vieler Kunstanleitungsbücher (Malen wie die Meister, Herderverlag) und Leiterin des Artcolleges in Schluchsee. Seit vielen Jahren leitet sie Meisterkurse für Kunstschaffende, die aus ganz Europa zu ihr in den Hochschwarzwald reisen. (pb)

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Bilder der DVD-Produktion
 
 
 
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