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Fotos der Eröffnung:
Vernisage SCHNITTPUNKTE · 02.10.2016· Aldingen
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Zeitungsartikel
„Schnittpunkte“ heißt eine neue Ausstellung der Aldinger Galerie im Altbau. Bis zum Sonntag, 13. November, sind Werke von Angelika Khan-Leonhard zu sehen.
Quelle/Bild/ Bericht: nq-online.de vom 04.10.2016
Angelika Khan Leonhard
Raum wird in neuer Ausstellung in Aldingen Teil des Bildes.

Leuchtende Farben, große Flächen; die Bilder von Angelika Khan-Leonhard ziehen den Blick des Betrachters sofort auf sich. Um ihre Motive heller wirken zu lassen, hat sich die Künstlerin aus Schluchsee eines simplen Tricks bedient. Statt auf Papier oder Leinwand sind die meisten der Bilder, die in der Galerie im Altbau zu sehen sind, auf Aluminium-Platten gemalt. Das glänzende Metall fängt viel Licht aus der Umgebung auf, wodurch die Bilder einen leuchtenden Glanz bekommen.
Das Metall sowie die Glasplatten der Bilderrahmen erzielen darüber hinaus einen weiteren Effekt, den Khan-Leonhard beabsichtigt. „Es entstehen Spiegelungen und Reflexionen.“ Dadurch bekommen die Bilder eine quasi unendliche Dimension, denn für den Betrachter werden die Umgebung - und auch er selbst - Teile des Bildes. „Durch die Reflexionen und Spiegelungen entstehen - je nachdem, wo die Bilder hängen - immer wieder neue Formen. Die Welt vor dem Bild ist genauso wichtig wie das Bild selbst.“ Gemalt hat Khan-Leonhard mit Lackfarben, Acrylfarben und mit Öllack.
Die Bilder der Ausstellung „Schnittpunkte“ sind - das verraten Galeristin Heide Streitberger und Angelika Khan-Leonhard - zum Großteil extra für eben diese Ausstellung in Aldingen entstanden. „Als ich die ersten Motive zu diesem Thema malte, gefielen die Heide Streitberger so gut, dass sie mich fragte, ob wir dazu eine ganze Ausstellung machen könnten.“
Khan-Leonhard war von der Idee begeistert. Der Begriff „Schnittpunkte“ bezieht sich dabei auf ein Element, dass in allen Bildern wiederkehrt: Linien, die sich kreuzen oder schneiden. „Durch die sich kreuzenden Linien entstehen immer wieder neue Räume. Das ist, wie im Leben“, so Khan-Leonhard.
Angelika Khan-Leonhard und Heide Streitberger kennen sich schon länger. Beide verbindet die Leidenschaft für die Kunst, und Streitberger war eine von Khan-Leonhards Schülerinnen. In diesem Jahr nahm Streitberger an einem Kurs der Künstlerin in Goa, einem kleinen Bundesstaat in Indien, teil. „Ich biete so etwas jedes Jahr an“, verrät die Künstlerin. Goa habe die besondere Eigenschaft, dass die Kursteilnehmer einerseits die Welt Indiens erleben, auf der anderen Seite dort aber auch Europa wiederfinden, Der Bundesstaat war über mehrere hundert Jahre eine portugiesische Kolonie. „Es gibt dort eine ganz tolle Architektur. Bei meinen Malkursen erzielen wir dort sensationelle Erfolge“, freut sich Khan-Leonhard. Bilder aus dem jüngsten Kurs in Goa sind - parallel zur „Schnittpunkte“-Ausstellung - im Atelier im Obergeschoss der Galerie im Altbau zu sehen.

 

Vernisage SCHNITTPUNKTE
Angelika Khan-Leonhard · 02.10. - 13.11.2016 · Aldingen
Angelika Khan Leonhard

Zur Eröffnung der Ausstellung `Schnittpunkte` am Sonntag,
den 02. Oktober 2016 um 11.30 Uhr sind Sie und Ihre Freunde herzlich eingeladen. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.
 
Galerie im Altbau, Uhlandstraße 32, 78554 Aldingen
Öfnungszeiten: Do-So 14:00 - 18:00 Uhr
 

Zeitungsartikel in der Badische Zeitung von Autor Erich Krieger
„Malen wie die Meister“
BZ-SERIE: Angelika Khan-Leonhard und ihr Sohn Daniel betreiben in Schluchsee eine Kunstschule mit Renommee.
Angelika Khan Leonhard
Drei Generationen mit Farbe im Blut: Angelika Khan-Leonhard mit ihrem Sohn Daniel und dem kunstbegeisterten Enkel Arne. Foto: Erich Krieger
SCHLUCHSEE. Kunst ist auch Handwerk – und Handwerk lässt sich erlernen. Angelika Khan-Leonhard und ihr Sohn Daniel Khan-Leonhard betreiben in Schluchsee eine Kunstschule. Doch hier lernen keine Erstklässler ihre ersten Schritte an der Staffelei, bei den Workshops geben sich fortgeschrittene Privatmaler, wissbegierige Kunstlehrer und Profis die Klinke in die Hand. Farbe scheint bei den Khan-Leonhards im Blut zu liegen – die nächste Generation zeigt bereits ihr Interesse und Talent.

"Das ist doch schon ganz große Klasse". Angelika Khan-Leonhard legt auf dem Boden ihres geräumigen Seminarateliers ein Passepartout über das von einer ihrer Kursabsolventinnen geschaffene Bild. "Jetzt fehlt noch Rot". Sagt’s und demonstriert, wie man mit einer seltsamen Vorrichtung aus metallenem Blasrohr mit Düse effektvoll einen roten Aquarellfarbnebel auf Farbflächen und Motive aus Acryl- und Lackfarben setzt.

Seit 25 Jahren steht die moderne Künstlerin in der ersten Reihe, wenn es um kreative und handwerkliche Weiterentwicklung von malerischen Prozessen geht. In den von ihr und ihrem Sohn Daniel angebotenen Tages- und Wochenkursen im Ortsteil Oberfischbach am Schluchsee geben sich fortgeschrittene Privatmaler, wissbegierige Kunstlehrer und Malprofis die Klinke in die Hand. Hobbymaler finden sich hier nicht. Es werden Kurse angeboten wie "Aquarellmalerei: Wasser in Bewegung" oder "Acryl-Lack-Öl: Street-Art, Linie-Figur neu gesehen". Alles vollzieht sich auf Meisterschülerniveau und viele Kursteilnehmer haben selbst schon große Ausstellungen hinter sich.

Im aktuellen Seminar geht es um Verbindungslinien von Emil Nolde zur zeitgenössischen Kunst. Die Khan-Leonhards verbinden traditionelle Malweisen mit zeitgenössischen Formen. Dabei verwenden sie moderne Druck- und Mikrofotografie-Techniken oder entwickeln, wenn nötig, einfach selbst welche.

"Kunst ist Arbeit und erfordert künstlerische Bildung" Daniel Leonhard

Angelika Khan-Leonhard studierte an der staatlichen Kunsthochschule Karlsruhe und später in Ravenna und Bologna und half schon früh ihrer Großmutter am Bauhaus in Dessau, Konzeptionen für Kunst am Bau zu entwickeln. Auch Sohn Daniel hat zunächst Kunst studiert, aber die dortige handwerkliche Ausbildung als Mangel empfunden und deshalb zusätzlich private Studien etwa bei Franz Ackermann in Karlsruhe und Eberhard Münch in Wiesbaden absolviert. Diese Wertschätzung des gründlichen handwerklichen Fundaments sowie das Schöpfen aus der Tradition von der Renaissance bis zur Moderne sind für beide Fundamente ihres künstlerischen Schaffens und waren sicherlich Beweggründe, ihre private Kunstschule zu etablieren.

Ausdruck findet dieser innere Ansatz auch in der umfangreichen Buchreihe von Angelika Khan-Leonhard unter dem Titel "Malen wie die Meister". Dort betrachtet sie etwa die Schaffensweisen von Klassikern wie Dürer, van Gogh, Macke, Feininger oder Cezanne. In ihren eigenen Werken sind Mutter und Sohn jedoch nicht rückwärtsgewandt, sie produzieren ausschließlich moderne Kunst und dies überwiegend großformatig und ohne jede Scheu vor kraftvoller Kolorierung bis hin zu Neonfarben und Lackoberflächen. "Kunst ist Arbeit und erfordert künstlerische Bildung", sagt Daniel Khan-Leonhard als er einen typischen Tagesverlauf mit Tätigkeiten, wie Entwürfe überlegen, diese skizzieren, Farbzusammenstellungen entwickeln, Grundieren und dann malen, malen, malen schildert. "Hierbei trennt sich die Spreu vom Weizen, denn dies halten nur wenige mental über einen langen Zeitraum durch".

Erst auf diesem Hintergrund könne man einen eigenen Stil entwickeln und überzeugende Standpunkte einnehmen. Und das tun beide. Angelika Khan-Leonhard hat sich in einem ganzen Zyklus unter dem Titel "War" mit den aktuellen Krisenherden auf der Welt auseinandergesetzt, ihr Sohn verarbeitet Katastrophen wie Tschernobyl und Fukushima ebenso wie in einem Bild die Kriegssituation in der Ukraine.



Am Schluchsee entsteht eine kleine Künstlerdynastie. Denn Arne, der kleine Sohn von Daniel sitzt bereits vergnügt zwischen den Kursteilnehmern und verleiht seinem Bild mit einem Schraubenzieher dreidimensionale Strukturen. Etwa 40 Prozent der Arbeit der Khan-Leonhards sind Kurs- und Seminartätigkeit. Dazu gehören auch Kunstreisen, etwa nach Indien. Im überwiegenden Teil malen die Khan-Leonhard selbst und kümmern sich um die Vermarktung. Dazu kommen Konzeptionen für Kunst am Bau, bei Daniel Auftragsporträts, bei denen er Menschen mit zeitgenössischen Umsetzungsformen abbildet statt mit fotografischem Realismus. Den abgelegenen Standort, im Fischbachtal bei Schluchsee, empfinden die beiden "zum Malen wunderbar, für moderne Malerei und deren Marketing denkbar ungünstig".
 
Zeitungsartikel in der Badischen Zeitung
"Visionen" im Todtmooser Rathaus
Künstlerin Gabriele Franz stellt ihre Werke in ihrem Heimatort aus / Ausstellungseröffnung am Sonntag vor zahlreichen Gästen.
Angelika Khan Leonhard
„Visionen“ zeigt die Ausstellung von Bildern der Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz, in die ihre Lehrerin, Angelika Khan-Leonhard (links), einführte Foto: Karin Stöckl-Steinebrunner

TODTMOOS. "Visionen" nennt Gabriele Franz ihre Ausstellung im Rathaus von Todtmoos, die am Sonntag vor zahlreichen Gästen durch Bürgermeisterin Janette Fuchs eröffnet wurde. Ihre Lehrerin, Angelika Khan-Leonhard, die eine Malschule, das Artcollege Schluchsee, betreibt, führte in das Werk der Künstlerin ein. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch drei Ensemblemitglieder der Gruppe Federhut.
"Meine Bilder male ich spontan und intuitiv. Sie sind ein Ausdruck meiner Lebensfreude", verkündet Gabriele Franz in der gedruckten Einladung zur Vernissage. Ihre Bilder seien zugleich Visualisierungen ihrer Naturverbundenheit, heißt es weiter – Visionen von Landschaft. Gabriele Franz begann mit abstrakter Malerei, arbeitete dann über mehrere Jahre hinweg naturalistisch, um nun mit Anglika Khan-Leonhard im zeitgenössischen Stil angekommen zu sein.
 
Was diesen zeitgenössischen Stil ausmacht, erläuterte Khan-Leonhard zunächst grundsätzlich. Ausgehend von zwei Strängen moderner Kunst zeigte sie auf, wie sich beide Stränge in den Bildern von Gabriele Franz nach und nach zu einem ganz eigenen Stil vermischt haben. Auf der einen Seite ist dies der quasi intellektuelle Stil etwa eines Klee oder Mondrian, der zur radikalen Reduktion des Gesehenen führt. Auf der anderen Seite der emotionale, expressive Strang, der die reine Lebensfreude spiegelt.
 
Zudem findet sich in ihren Gemälden als genuin zeitgenössische Komponente die Umsetzung natürlicher Formen in Zeichen. So malt sie beispielsweise Baumstämme, deren Rinde mit geometrischen Strukturen durchsetzt ist, deren Zweige in einer abstrahierenden Formensprache dargestellt wurden und zwischen denen sich rein zeichenhafte Strukturen ausbreiten. Die Ausstellung zeigt eine ganzen Reihe von Studien zu Birken sowie einige Wolkenbildern. Diese identifizierte Angelika Khan-Leonhard als die Arbeiten, die die eigenständige künstlerische Entwicklung von Gabriele Franz am überzeugendsten widerspiegeln. Außerdem zeigt die Ausstellung beispielsweise auch Versuche in Street-Art oder mit architektonischen Motiven, die deutlich den Kubismus als Vorbild erkennen lassen.
Die Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz hat ihre Ausbildung mit einem Fernstudium der Malerei an der Kunstschule Hamburg begonnen, absolvierte dann einen Lehrgang Malerei bei Ulrich Gater und ist seit 2014 Schülerin der Meisterklasse von Angelika und Daniel Khan-Leonhard. Die Ausstellung "Visionen" ist zu sehen im Rathaus in Todtmoos zu den üblichen Öffnungszeiten bis zum Januar 2017.
 

Zeitungsartikel im Südkurier
Bilder von Gabriele Franz
Die Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz stellt im Rathaus aus. Ihre Bilder zeigen abstrahierte und naturalistische Landschaften.
Angelika Khan Leonhard
Visionen zeigt die Ausstellung von Bildern der Todtmooser Künstlerin Gabriele Franz, in die ihre Lehrerin, Angelika Khan-Leonhard (links), einführte. Bild: Karin Steinebrunner

Todtmoos (kss) "Visionen" nennt Gabriele Franz ihre Ausstellung im Rathaus Todtmoos, die Bürgermeisterin Janette Fuchs vor zahlreichen Gästen eröffnete. Angelika Khan-Leonhard, die die Malschule Artcollege Schluchsee betreibt, führte in das Werk der Künstlerin ein. Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage durch drei Ensemblemitglieder der Gruppe Federhut.
 
"Meine Bilder male ich spontan und intuitiv. Sie sind ein Ausdruck meiner Lebensfreude", verkündet Gabriele Franz in der gedruckten Einladung zur Vernissage. Ihre Bilder seien zugleich Visualisierungen ihrer Naturverbundenheit, heißt es weiter, und Visionen von Landschaft. Gabriele Franz begann mit abstrakter Malerei, arbeitete dann über mehrere Jahre hinweg naturalistisch, um nun mit Anglika Khan-Leonhard im zeitgenössischen Stil angekommen zu sein.
Was diesen zeitgenössischen Stil ausmacht, erläuterte Khan-Leonhard. Ausgehend von zwei Strängen moderner Kunst zeigte auf, wie sich beide Stränge in den Bildern von Gabriele Franz nach und nach zu einem ganz eigenen Stil vermischt haben. Die zwei Stränge sind der quasi intellektuelle, etwa eines Paul Klee oder Piet Mondrian, der zur radikalen Reduktion des Gesehenen führt, und im Gegenzug der emotionale, expressive Strang, der die reine Lebensfreude spiegelt. Zudem findet sich in ihren Gemälden als zeitgenössische Komponente die Umsetzung natürlicher Formen in Zeichen. So malt sie beispielsweise Baumstämme, deren Rinde mit geometrischen Strukturen durchsetzt ist, deren Zweige in einer abstrahierenden Formensprache dargestellt wurden und zwischen denen sich zeichenhafte Strukturen ausbreiten.
Eine ganze Reihe von Studien zu Birken sowie einige Wolkenbilder, die Angelika Khan-Leonhard als die Arbeiten identifizierte spiegeln die eigenständige künstlerische Entwicklung von Gabriele Franz am überzeugendsten wider. Daneben zeigt die Ausstellung beispielsweise auch Versuche in Street-Art oder mit architektonischen Motiven, die deutlich den Kubismus als Vorbild erkennen lassen.
 
Zur Person
Die Künstlerin Gabriele Franzaus Todtmoos begann ihre Ausbildung mit einem Fernstudium der Malerei an der Kunstschule Hamburg. Sie absolvierte dann einen Lehrgang Malerei bei Ulrich Gater und ist seit 2014 Schülerin der Meisterklasse von Angelika und Daniel Khan-Leonhard. Die Ausstellung Visionen ist zu sehen im Rathaus in Todtmoos zu den üblichen Öffnungszeiten bis Januar 2017.
 
 

Zeitungsartikel in der Badische Zeitung
„Gegen Normen und Kategorien “
Künstler Georg Baselitz erfindet sein Werk immer wieder neu / Noch bis 7. August sind Bilder von ihm im Kurhaus in Hinterzarten zu sehen.

50 grafische Werke von Georg Baselitz lockten bei der Ausstellungseröffnung viele Kunstfreunde ins Kurhaus Hinterzarten.
Angelika Khan Leonhard

Foto: Dieter Maurer / Badische Zeitung vom 25.06.2016

Zu den interessiertesten Besuchern der Ausstellung im Kurhaus gehörte die Künstlerin Angelika Khan-Leonhard aus Schluchsee, hier gemeinsam mit Bürgermeister Klaus-Michael Tatsch.
 
Zeitungsartikel in der Badische Zeitung von Autor Ute Aschendorf
„Abstrakte Malereien schmücken den Kultursaal “
Angelika Khan Leonhard
Mit abstrakten Malereien hat Künstlerin Angelika Khan-Leonhard aus dem kleinen Kursaal einen Kultursaal gemacht. Foto: Ute Aschendorf
SCHLUCHSEE. Bereits im vergangenen März ist die neue Mediathek im Rathaus der Seegemeinde eröffnet worden. Im Rahmen des umfangreichen Umbaus von Rat- und Kurhaus, ist auch der ehemalige kleine Kursaal saniert und zu einem "Kultursaal" aufgewertet worden.

Der rund 200 Quadratmeter große Saal kann durch Falttüren in drei kleinere Räume unterteilt werden und besticht mit seiner Innenarchitektur durch zeitgemäße Schlichtheit. Helles Holz und weiße Wände schaffen eine offene und freundliche Atmosphäre.Aber erst die Malereien der heimischen Künstlerin Angelika Khan-Leonhard verleihen den Räume ein besonderes Flair. Die abstrakten Landschaftsimpressionen, der im Ortsteil Fischbach beheimateten Künstlerin, bringen Farbe und Leben in den Saal.

Man habe Landschaftsbilder für den Saal haben wollen, erzählt Bürgermeister Jürgen Kaiser. Doch angesichts der herrlichen Landschaft ringsherum sollten es keine Fotografien, sondern etwas Besonderes sein. Da sei es naheliegend gewesen, eine ortsansässige Künstlerin mit Bezug zur Heimat anzusprechen. Drei Gemeinderäte bildeten einen Kunstausschuss und trafen gemeinsam mit Khan-Leonhard eine passende Vorauswahl. So kam es, dass nun vier "Waldimpressionen" und "Impressionen am Wasser" großformatig den Kultursaal schmücken. Die Malerin Angelika Khan-Leonhard, die sonst auf internationalem Parkett agiert, freute sich über die Anfrage ihrer Heimatgemeinde und die Möglichkeit, so zur Gestaltung des repräsentativen Saals beitragen zu können. Der modernen Kunst einen Platz einzuräumen hält sie für eine innovative Entscheidung, mit der die Gemeinde Mut und Aufgeschlossenheit gezeigt habe. Die Vielfalt der Natur inspiriert sie immer wieder zu neuen Bildern, die Wald und Wasser zum Thema haben. Die Formen- und Farbenpracht steht dem Kultursaal gut.
 
Zeitungsartikel im Südkurier von Gerold Bächle:
„Das ist das Paradies“
Auf einen Kaffee mit Angelika Khan-Leonhard, Brigitte und Günter Leber. In Indien holten sich die Künstler aus Löffingen und Schluchsee auf einer Kunstreise neue Impressionen. 
Im Januar haben sie eine Malstudienreise nach Goa in Indien unternommen. Mit welchen Eindrücken kamen Sie wieder zurück?

Angelika Khan-Leonhard:
Da ich schon mehrfach in Goa in Indien war, kannte ich diese einmalige Mischung „Indo-Portugal“. Goa war bis 1961 unter portugiesischer Herrschaft, der Einfluss spiegelt sich bis heute in der Architektur, Kultur aber auch den Menschen wieder. Über den Tourismusmanager der Regierung haben wir auf einem wunderbaren Fleckchen Erde inspirierende Tage verbringen dürfen.
Brigitte Leber: Für mich war diese Reise ein inspirierender Ort – ein Hauptgewinn für meine malerische Zukunft. Angelika Khan-Leonhard hat uns nicht nur die Augen für die Natur mit den besonderen malerischen Eindrücken von Licht und Schatten geöffnet, sondern noch ganz neue Maltechniken gelehrt. Doch nicht nur für meine Kunst, auch für mein Leben war diese Reise einfach nur bereichernd, diese Freundlichkeit der Menschen hat mich begeistert. Es war ein intensives Erlebnis für alle.
Günter Leber: Es waren einmalige Eindrücke, wir sind als Fremde gekommen und als Freunde gegangen. Die Personen, die wir dort getroffen haben, sind uns ans Herz gewachsen, wir werden sie ganz bestimmt wieder treffen. Ich hatte das Glück mit einem Einheimischen als Beifahrer eines kleinen Motorrads auf Entdeckungstour zu gehen. Eindrücke, die sich bei mir fest eingebrannt haben. Doch auch in meinen künstlerisch, fotografischen Erfahrungen hat sich durch die Reise vieles geändert.

Wie kamen Sie auf die Idee einen Workshop auf Goa anzubieten?

Angelika Khan-Leonhard: Als Leiterin der Kunstschule liegt es mir am Herzen, den Meisterschülern besondere, andersartige Motive anzubieten. Diese wunderbare Natur, verbunden mit dem Fremdartigen, Asiatischen ist in Goa gegeben. Dieser kleine indische Bundesstaat ist ein idealer Platz, man kann sagen: das ist das Paradies.

Wie fanden Sie den Weg zur Kunst?

Angelika Khan-Leonhard: Ich bin schon als Künstlerin geboren. Ich studierte an der Staatlichen Kunsthochschule Karlsruhe (Zweigstelle Freiburg), später in Ravenna und Bologna. Nach der erfolgreichen Arbeit Kunst am Bau, legte ich das Schwergewicht auf die bildnerische Gestaltung und parallel begann ich mit meiner Lehrtätigkeit. Seit über 25 Jahren führe ich mit meinem Sohn Daniel die Kunstschule Artcollege in Schluchsee-Fischbach. Hier ist mein Paradies auf Erden.
Brigitte Leber: Schon als Kind und Jugendliche habe ich gerne gemalt und gezeichnet. Während des Studiums für Deutsch und Englisch habe ich mich immer mit bildender Kunst beschäftigt. Als Pädagogin habe ich Kunst am Bau mit meinen Schülern gestaltet. Nach Beendigung meiner Lehrtätigkeit legte ich mein Hauptinteresse auf die bildende Kunst. In Spezialseminaren konnte ich Techniken in der zeitgenössischen Malerei studieren.
Günter Leber: Als Jugendlicher hatte ich einen Fotoapparat, mit dem ich ständig unterwegs war. Doch es war eher ein Knipsen als Fotografieren. Nach der Pensionierung entdeckte ich die Makrofotografie, die ganz neue Welten entstehen ließ.

Wie ist Ihr Fazit nach dem 16-tägigen Malevent?

Angelika Kahn-Leonhard: Ich bin wahnsinnig stolz auf alle künstlerischen Resultate und bin überzeugt, dass keiner der acht Teilnehmer diese Reise je vergessen wird. Es sind gigantische Werke entstanden. Diese Meisterschüler können auf internationalem Spitzenniveau mithalten.
Brigitte Leber: Ohne diese Reise hätte ich meine neuen Bilder nicht so malen können. Diese Eindrücke von Licht, Wärme, Sonne, Meer, aber auch der Duft oder die Schärfe des Essens haben alle Sinne beflügelt. Völlig neue Impulse habe ich nun umgesetzt. Neue Techniken, neue Eindrücke werde ich mit Begeisterung umsetzen.
Günter Leber: Erst habe ich nur zugehört, wie Angelika ihren Meisterschülern die Natur in einem völlig neuen Blickwinkel erklärt hat, um vor allem das extreme Sonnenlicht und die Schattenwürfe einzubeziehen. Diese wollt ich auch ausprobieren. Mein Ziel war dann, den neuen Blick auf die Dinge künstlerisch umzusetzen. Ganz neue, fotografische Welten sind entstanden.

Zur Person
Brigitte Leber: Die ehemalige Löffinger Realschullehrerin lebt und arbeitet heute in Löffingen und Konstanz. Von 2008 bis zum Donnerstagabend war sie Vorsitzende des Kunstvereins Löffingen. Seit ihrem Ausscheiden aus dem Schuldienst widmet sie sich voll ihrer Malerei.
Günter Leber: Auch Ehemann Günter Leber fand nach der Pensionierung – er war Rektor und Mitinitiator der Löffinger Realschule – wieder den Weg zurück zur Fotografie. In zahlreichen Ausstellungen sind die Werke der beiden Künstler zu bewundern.
Angelika Khan-Leonhard: Angelika Khan-Leonhard aus Schluchsee-Fischbach ist Künstlerin, Autorin vieler Kunstanleitungsbücher (Malen wie die Meister, Herderverlag) und Leiterin des Artcolleges in Schluchsee. Seit vielen Jahren leitet sie Meisterkurse für Kunstschaffende, die aus ganz Europa zu ihr in den Hochschwarzwald reisen. (pb)

Rückblick
Kunstreise Goa im Januar 2016 Rückblick
Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard
Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard
Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard
Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard
Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard
Malevent Goa Kunstschule Khan Leonhard

Danke:
Brigitte & Günter Leber für die Fotos

 
Zeitungartikel Goa 2016 (zum lesen bitte auf das Foto klicken)
Kunstschule Goa Reise 2016
Kunstreise Goa im Januar 2016

Auf www.goamalevent.de gibt es viele weitere Informationen über die traumhafte sechzehntägige Malstudienreise die uns in den sagenhaften Staat Goa in Indien führt.


Zeitungsartikel in der Badische Zeitung von Ute Aschendorf:
Angelika Khan Leonhard
Komplexes Spiel von Farben und Formen

Angelika Khan-Leonhard stellt neue Bilder und Grafiken im "kunsthaus" St. Märgen aus / Neuer Zyklus zu Krieg und Gewalt.

Die Ausstellung "out of reality" von der Schluchseer Künstlerin Angelika Khan-Leonhard im kunsthaus St. Märgen ist am Sonntag eröffnet worden. Insgesamt 34 neue Bilder und Grafiken, der in Schluchsee lebenden Künstlerin, geben Einblick in ihr aktuelles Schaffen.

Angelika Khan-Leonhard studierte in Freiburg an der Außenstelle der Staatlichen Kunstakademie Karlsruhe, in Ravenna und Bologna. Lehraufträge führten sie an indische Kunsthochschulen in Kaschmir und Delhi. Einen Namen machte sie sich ebenfalls durch zahlreiche Ausstellungen und internationale Auftragsarbeiten im Bereich Kunst am Bau.

In der von ihr gegründeten Kunstschule "Artcollege" in Schluchsee leitet sie seit vielen Jahren Meisterkurse für Kunstschaffende, die aus ganz Europa zu ihr in den Hochschwarzwald reisen. Bekannt ist auch ihre Bücherserie "Malen wie die Meister" in der sie die Maltechniken von bekannten Künstlern wie Albrecht Dürer, van Gogh, Manet, Feininger und anderer vermittelt.

Khan-Leonhards im kunsthaus zu sehende Arbeiten sind von ihrer Faszination für die Natur ebenso inspiriert wie von der derzeitigen Weltlage. Im historischen Kellergewölbe fällt der Blick des Besuchers sofort auf die "Uferlandschaft", die im Format 2,15 mal 1,75 Meter das größte Exponat ist. Abstrahierte Blumen, Schmetterlinge, Waldstimmungen und Seerosen vermitteln dem Betrachter eine Ahnung der Intensität, mit der Khan-Leonhard die Welt betrachtet und die Leinwände bearbeitet.
Vielschichtige Mischtechnik mit Acryl, Öl und Lack

Durch die vielschichtig angewandte Mischtechnik mit Acryl, Öl und Lack entsteht nicht nur ein lebhafter Gesamteindruck. Auch der kleinste Bildausschnitt lohnt einen vertiefenden Blick und zieht den Betrachter in ein komplexes Farben- und Formenspiel.

Während die farbenfreudigen Naturthemen Lebendigkeit und Frohsinn zum Ausdruck bringen, lösen die sechs Bilder der neuen Bilderserie "War" beklemmende Gefühle aus. Die Farbgebung, die sich vorrangig auf Rot mit Weiss, Grau und Schwarz beschränkt, weist auf Aggression, Krieg und Blut hin. Khan-Leonhard kann sich dem Zeitgeschehen nicht verschließen und sieht es als ihre Aufgabe, zu den aktuellen Krisenherden als Künstlerin Stellung zu beziehen.

Wie die Pilze im Herbst würden neue Gewaltherde auf der Welt ausbrechen, erläutert sie. "Was ist Folter?" "Was bedeutet es, aus der zerstörten Heimat fliehen zu müssen?" "Und was ist Elend?", lauten die Fragen, die sie sich und den Betrachtern des Zyklus "War" (Krieg) stellt. Jeder Mensch habe eine Seele, doch manche Menschen hätten das Pech am falschen Ort zur falschen Zeit geboren worden zu sein und seien dadurch jeglicher Entwicklungschancen beraubt.

Tief berührt von Opfern der Gewalt

Khan-Leonhard ist tief berührt von der Ausweglosigkeit und der Ohnmacht der Opfer angesichts der Gewalt, die in vielen Teilen der Welt erbarmungslos zuschlägt. Sie malt in diesem Zyklus gegen die Zerstörung und das Auslöschen von Leben an. Inspirieren lässt sie sich dabei von den plakativen Elementen der Street Art, deren Ausdruckskraft sie begeistert, und den Malern unserer Tradition, die in ihrem Schaffen ebenfalls Krieg und dessen Folgen thematisierten.

Eine weitere Facette ihres Schaffens wird anhand der elf ausgestellten Grafiken auf Papier sichtbar. Hier integriert sie Pferde, Kühe und Hirsche in Kompositionen, deren Farbgebung im Gegensatz zu den Arbeiten auf Leinwand monochrom erscheint. So verarbeitet sie die Eindrücke, die durch ihren Lebensraum im Hochschwarzwald auf sie einwirken. Andere Grafiken stehen inhaltlich und farblich in engem Bezug zum "War"-Zyklus. Die Ausstellung liefert einen hervorragenden Einblick in das vielschichtige Schaffen einer leidenschaftlichen Künstlerin.


Die Ausstellung "out of reality" im kunsthaus St. Märgen ist bis zum 10. Mai samstags und sonntags von 13 bis 17 Uhr im kunsthaus St. Märgen geöffnet.
 
out of reality - Angelika Khan-Leonhard
Ausstellung am 25. Januar - 10. Mai 2015.

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Zeitungsartikel im Südkurier von Angele Kerdraon:

Angelika Khan-Leonhard vor ihrem Werk „Geheimnisvolles Wissen“.
Foto: Angele Kerdraon

So unterschiedlich sehen zwei Künstler die Welt

Ausstellung „Polaritäten“ mit Werken von Angelika und Daniel Khan-Leonhard in Hinterzarten.

Die neue große Ausstellung „Polaritäten“ im Kurhaus von Hinterzarten präsentiert zwei Künstler aus dem Hochschwarzwald. Zu sehen sind ausdrucksstarke und großformatige Gemälde der beiden Künstler Angelika und Daniel Khan-Leonhard aus Schluchsee, die erstmals gemeinsam ausstellen.

„Eigentlich gehören diese Werke schon eher nach New York oder in andere Weltstädte als nach Hinterzarten“, sagte Thorsten Rudolph, Chef der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, vor zirka 200 Vernissagebesuchern. Mit der Ausstellung dieser Künstler biete man im Hochschwarzwald ein Forum für Kultur und eine Plattform für Künstler, betonte Rudolph.

Beide Künstler präsentieren farbenfrohe Bilder, die etwas zu sagen haben. Bei Angelika Khan-Leonhard muss der Betrachter schon etwas näher hinschauen. Der Schwerpunkt der Künstlerin, die in Ravenna und Bologna Kunst studierte, sind moderne großformatige Werke in Öl-, Acryl- und Lack-Malerei. „Malen bedeutet für mich die Welt“, sagt sie.

Eine Welt, die beide Künstler in verschiedener Weise darstellen. Angelika Kahn-Leonhard setzt sich in ihren farbenstarken Bildern mit Natur und Formen auseinander. Ihre Welt ist die Welt der geheimnisvollen Dinge. „Es ist das Bild hinter dem Bild“, erklärt sie.

Dabei versucht die Künstlerin, die Seele und die Atmosphäre des verborgenen Momentes auf die Leinwand zu projezieren und sich mit dem auseinander zu setzen, was nicht auf den ersten Blick sichtbar wird.

„Seelen sind überall dort zu finden, wo Leben ist“, erklärt sie ihre Vision in ihren Bildern, den Betrachter dazu zu führen, hinter die Dinge zu schauen. „Meine künstlerische Arbeit bestimmt die stete Auseinandersetzung von emotionaler Wahrnehmung und Umsetzung in intellektuelle, abstrahierte Formen und Zeichen. In der Entwicklung von experimentellen, neuen Techniken der malerischen Gestaltung, sehe ich die Faszination meines Lebens“, erklärt Angelika Khan-Leonhard ihre Art, die Dinge zu gestalten.

Rationaler ist die Sichtweise von Daniel Khan-Leonhard. Seine farbenfrohe Malerei befasst sich sowohl mit sozialkritischen Themen als auch mit Architektur und Porträts. Mit seinen Bildern versucht er eine neue Sichtweise, die er in seiner Komposition der der Darstellung vermittelt. Seine Bilder erzählen meistens eine ganze Geschichte. Wie seine Mutter hat auch er Kunst studiert und war Schüler von Franz Ackermann. Außerdem war er bei mehreren Arbeitsaufenthalten im Atelier bei Eberhard Münch in Wiesbaden.

Daniel Khan-Leonhard vor einem Ausschnitt seiner Arbeit „First Shoot“.
Foto: Angele Kerdraont

 
Zeitungsartikel in der Badische Zeitung von Marion Pfordt:

Angelika Khan-Leonhard braucht für ihr Schaffen den ausladenden Raum
großer Formate. Foto: Marion Pfordt

Zwei Hymnen an die Macht der Farben

Kompromisslose Bekenntnisse: Angelika und Daniel Khan-Leonhard zeigen großformatige, knallbunte Gemälde in Hinterzarten.

Rotlicht illuminiert das Kurhaus Hinterzarten von außen und innen. Schaumwein aus regionaler Herstellung wird in hippen schmalen Weißblechdöschen gereicht, in denen geknickte Trinkhalme stecken. Das üppige Buffet lockt mit Süppchen und Häppchen, während korrekt dosierte Deep-House-Music aus den Lautsprechern wummert. Zwischen 150 plaudernden Gästen schwebt ein cool wirkendes Kamerateam, dass die Szenen für einen Imagefilm der Künstler einfängt. Die Ausstellungseröffnung "Polaritäten" der Schluchseer Künstler Angelika und Daniel Kahn-Leonhard wurde von der Hochschwarzwald Tourismus (HTG) als schickes Event im Kurhausfoyer inszeniert.

Es sei ihm eine Herzensangelegenheit, regionalen Künstlern ein Forum zu bieten, in denen sie die Möglichkeit erhalten, ihre Kunst einem breiten Publikum zu zeigen, sagte HTG-Chef Thorsten Rudolph in seiner Begrüßung. Die Doppelausstellung von Angelika Kahn-Leonhard und ihrem Sohn Daniel ist getrennt in zwei Ausstellungssälen untergebracht. Beim Eintreten in den Raum, in dem die großformatigen Werke Angelika Kahn-Leonhards untergebracht sind, wird der Besucher von leuchtenden Farben in Öl und Acryl lebensgroß erwartet. Es kostet schon beinahe etwas Konzentration, sich von dem überwältigenden farbreichen ersten Gesamteindruck der effektvoll präsentierten Ausstellung zu lösen, und sich in Ruhe auf die Einzelwerke einzulassen. Die Arbeiten sind in unterschiedlichsten Techniken entstanden. Obgleich die Großformate alle aus jüngster Schaffenszeit der vergangenen beiden Jahre stammen, fällt es schwer, eine verbindliche Handschrift daraus zu lesen. Ein Künstler befinde sich beständig auf dem Weg, erklärt Angelika Kahn-Leonhard. Sie wolle sich nicht in das Gefängnis der Markterwartungen begeben, das durch den Erfolg einer Galerie und die Erwartungen deren Kunden entstehen könne, sodass andere Wege plötzlich verschlossen blieben.

Für die Künstlerin aus Schluchsee ist jeder Tag ein neuer Anfang auf dem Weg zum eigenen Ausdruck, die Idee steht zuerst. Die Umsetzung kann lange dauern oder ganz schnell gehen, sie selbst weiß das vorher niemals. "Die Fantasie gibt den Weg, manchmal sind die Zügel losgelassen". Für ihr Schaffen braucht die Künstlerin den ausladenden Raum des großformatigen Untergrunds.


Es sei die absolute Leidenschaft, die sie jeden Tag treibe. Die Liebe zur Kunst, für die sie lebt und sterben könnte. Grundlage im Werkprozess ist ein Hintergrund aus Acryl, auf den das Thema in Öl aufgetragen wird, das ein längeres Arbeiten erlaubt. Terpentin verwischt die Farben und erzeugt den Eindruck von Transparenz und Spiegelung.

Einen Schritt weiter setzten sich einzelne Würfel in leichten Tonabstufungen zu einem Gesamtschicksal zusammen. Ein anderes Bild birgt reflektierende Glitzerpartikel und nimmt somit das Licht als Teil des Werks in sich auf. Ein anderes Mal wölben sich plastische Elemente vom Untergrund in den Raum und brechen das zweidimensionale Geschehen. Es ist das erste Mal, das Angelika Kahn-Leonhard zeitgleich mit Sohn Daniel eine Doppelausstellung präsentiert.

Anders als die abstrahierten Landschaften und reduzierten Formen seiner Mutter bezieht sich Sohn Daniel in seiner Kunst auf konkrete Situationen und Bilder aus Politik und Gesellschaft, die er gegenständlich in Öl-Acryl darstellt. Es sind erlebte Alltagseindrücke wie ein Augenblick als Tourist auf einer New Yorker Straße. Menschen laufen mit ihrer Tüte voll Glück achtlos vorbei, Schirme und Mützen schützen vor dem Regen und dem Verlust der Anonymität. Auch mit politischen Themen setzt sich Daniel Khan-Leonhard auseinander: Aus dem Cremetiegel gegen Falten entspringt die Leiche der Laborratte.

Surreale Gedanken und Elemente verbinden sich mit Popart zu Daniel Kahn-Leonhards klar durchdachten Werken. Auch er braucht das große Format, um alles unterzubringen, was ihn umtreibt. Trotz der kräftigen Farben und den oft rund abgegrenzten, wenn auch klaren Konturen strahlen die ernsten Bilder durch ihre deutliche Aussagen eine eindringliche Düsterheit aus. Fröhliche, surreale Traumlandschaften sind der Gegenpol, welche die verborgenen düsteren Seite nicht vollständig verbergen können.

Surreale Elemente und Popart verbindet Daniel Khan-Leonhard zu klar durchdachten Aussagen. Foto: Marion Pfordt

 
Zeitungsartikel im Südkurier von Angele Kerdraon:
Aus der „Artcollege-Kunstschule“ von Angelika Khan-Leonhard (links) in Schluchsee-Fischbach stammen viele Meisterschülerinnen, darunter auch die Vorsitzende des Löffinger Kunstvereins, Brigitte Leber (vorne), die heute selbst ihre Werke in Ausstellungen präsentieren. Bild: Kerdraon

„Jeder ist ein Künstler“, eine Aussage, die von Josef Beuys stammt. Ähnlich sieht es die international bekannte Malerin und Autorin zahlreicher Lehrbücher Angelika Khan-Leonhard aus Schluchsee.

Seit über 20 Jahren gibt sie ihr großes künstlerisches Wissen in ihrer „Artcollege Kunstschule“ in Schluchsee-Fischbach und in ihren Büchern an andere Künstler und Menschen, die sich kreativ fortbilden wollen, weiter. Die „Artcollege Kunstschule“ im Fischbachtal wird von Angelika Khan-Leonhard und ihrem Sohn Daniel, ebenfalls ein großer Künstler, geführt.

An der Hochschwarzwälder Eliteschule haben inzwischen bekannte Schüler, wie beispielsweise der Kirchenmaler Eberhard Münch, ihr Wissen vertieft und einen großen Bekanntheitsgrad erreicht. „Fast alle, die bei mir im Unterricht waren, haben auch schon große Ausstellungen gemacht“, freut sich die Künstlerin über den Erfolg ihrer Schüler. „Der Sinn meines Lebens ist, die Menschen zu unterrichten und auf internationalem Niveau zum Erfolg zu führen“, unterstreicht sie ihre Philosophie, die sie ihren Schülern gerne weitergibt.

Ihre Schüler kommen aus ganz Europa aber auch aus der näheren Umgebung, wie beispielsweise die Löffinger Kunstvereinsvorsitzende Brigitte Leber, die ebenfalls schon ihre Werke erfolgreich in verschiedenen Ausstellungen präsentiert hat. Genauso wie die anderen bereits durch ihre Ausstellungen geschätzten Meisterschüler, ist auch sie begeistert von der ungeheueren und großen Kreativität der Künstlerin. Viele der Menschen, die sich in der Kunstschule einen tieferen Einblick in die Malerei vermitteln lassen, sind bereits 30 Mal und mehr hier gewesen und lernten immer wieder etwas Neues dazu. So auch Silvia aus Spaichingen, die mit ihren Gemälden ebenfalls schon einige sehr erfolgreiche Ausstellungen bestückt hat. „Es ist einfach immer wieder toll, auf welche Kreativität man hier stößt und die neuesten und Techniken dazu lernt“, sagt sie und ist schon ganz heiß darauf, weiterzumalen.

Dieses Mal ist das Thema im sechswöchigen Meisterkurs „Tropenwelten -Flora und Fauna“. Begeistert sind die zehn Schülerinnen dabei, die unglaubliche Farbenvielfalt des Dschungels in Kompositionen und Farben zu reduzieren und sie minimalistisch umzusetzen. „Der Mensch sieht es mit den Augen und dann mit dem Herz“ erklärt eine 76-jährige Künstlerin aus Düsseldorf, die schon oft hier war. Eine Kunsterzieherin mit großer Malerfahrung aus Wuppertal, ist begeistert, weil sie hier genau das lernt, was sie braucht. Und eine junge Ärztin aus Waldshut ist glücklich, endlich eine Lehrerin gefunden zu haben, mit einer solchen großen Kompetenz und Kreativität, die dazu auch gerne und fundiert weitergegeben wird. „Ich bin das nächste Mal wieder dabei“, sagt sie begeistert.

Große Begeisterung hatten auch die Schüler und Lehrer der Grund- und Werkrealschule Löffingen, die zusammen mit Angelika Khan-Leonhard in 600 Arbeitsstunden das größte Wandbild des Hochschwarzwalds kreiert haben (wir berichteten).

Ein gutes Bild zu malen, braucht viel Zeit, Energie und Aufmerksamkeit. Und abends fällt so mancher Schüler glücklich über das, was er kann, in sein Bett. Mit Freude denkt er an den nächsten Maltag. Und wenn dann die Lehrerin sagt. „Schluss, Spitzenklasse, alles fotografieren“, wissen sie die Schüler: ich habe ein tolles und ausstellungsfähiges Bild geschaffen. Das könnte Sie auch interessieren.

Mal-Event:

Am Freitag wurde in der Werkrealschule Löffingen das größte Wandbild im Hochschwarzwald eingeweiht.
In Zusammenarbeit und unter Leitung von Angelika Khan-Leonhard haben die Schüler und Lehrer der WRS Löffingen in 600 Arbeits-stunden etwas einzig
artiges geschaffen.

 
Besuch von seiner Majestät Maharadscha Narendra Singh von
Jaipur im Sommer. Vernissage "No Limets" von Angelika
und Daniel Khan-Leonhard.
 
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Farbe. Fantasie. Raum.
Neue Acryltechniken für individuelle Kunstwerke
von Angelika Khan-Leonhard

Gebundene Ausgabe, 160 Seiten
1. Auflage (12. August 2010)
Sprache: Deutsch; Frechverlag;
23 x 30,5 cm, Hardcover;
mit DVD-Anleitung
ISBN: 978-3-7724-6272-6
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Bilder der DVD-Produktion
 
 
 
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